21.03.2024

Auf dem regenerativen Weg

Als Unternehmen CO2-negativ werden

Wir freuen uns sehr, dass wir bei unserem Event im Living Showroom u.a. Ruth Prinzmeier begrüßen durften – Sustainability Managerin DACH bei Interface und Keynote-Speakerin, Moderatorin und Workshop-Leiterin zu ESG-Themen. Die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen ist ihre Herzensangelegenheit. Interface ist ein weltweit agierender Hersteller von Teppichfliesen, Luxury Vinyl Tiles und nora®-Kautschukbodenbelägen, der sich schon seit den 90ern Nachhaltigkeit auf die Agenda geschrieben hat. In ihrem spannenden Vortrag zeigte Ruth auf, wie Interface noch einen Schritt weiterdenkt: Wie kann ein Unternehmen statt klimaneutral sogar CO2-negativ werden? Welches Umdenken und welche neuen Ansätze hat Interface da?

In der neuen Arbeitswelt

Kohlenstoff als Ressource

Interface hat die Mission, sein Unternehmen mit einem regenerativen Ansatz zu führen. Es verpflichtet sich, das Unternehmen auf eine Art und Weise zu führen, die sich positiv auf das Leben der Menschen, ihre Umgebung und die Gesundheit unseres Planeten auswirkt. Dafür steht die Mission CLIMATE TAKE BACK™ mit einem radikalen Umdenken: möglichst CO2-neutral agieren, die natürliche Klimaregulierung unterstützen, mit Lösungen inspirieren sowie Kohlenstoff als Ressource verstehen und als Grundbaustein für die Produkte einsetzen. So wie Bäume und Pflanzen CO2 in Form von Kohlenstoff binden, entwickelt Interface in Anlehnung daran CO2-negative Teppichfliesen, die Kohlenstoff speichern können.

Kann eine Produktionsstätte wie ein Wald funktionieren?

Interface hat schon viele messbare Erfolge erzielt und möchte noch einen Schritt weitergehen, von „Factories to Zero“ hin zu „Factories as Forests“: Wie würde eine Produktionsstätte oder ein Bürogebäude funktionieren, das von der Natur gestaltet wird und eine ähnlich positive Wirkung entfaltet? Durch die Analyse lokaler Ökosysteme werden Lösungen entwickelt, die regenerativ, energieeffizient, temperaturregulierend, Biodiversität fördernd, Wasser speichernd und mit ausgeglichenem Kohlenstoff- und CO2-Kreislauf sind.

Der CO2-Fußabdruck eines Produktes

Wer den CO2-Fußabdruck seines Interior Design reduzieren möchte, benötige die CO2-Fußabdrücke der einzelnen Produkte oder Komponenten. Diese Daten liefert die  Umweltproduktdeklaration (= EPD: Environmental Product Declaration). Sie ist von einem Drittanbieter verifiziert und bietet transparente und valide Informationen zu dem ausgewählten Produkt. Neben einer Übersicht der eingesetzten Materialien oder Informationen zu biobasierten und recycelten Anteilen können vor allem Umweltauswirkungen (Emissionen, Ressourcennutzung und Abfallarten), die während der gesamten Lebensdauer eines Produktes auftreten, abgelesen werden. Darunter auch den Fußabdruck cradle-to-gate: Dieser ist entscheidend für die Erstellung einer Ökobilanz des Interior Design oder eines Produktvergleiches. 99 % aller Interface-Produkte weltweit haben eine produktspezifische EPD.

Kreislaufwirtschaft als vielversprechendste Lösung

Kreislaufwirtschaft hält Material so lange wie möglich in Verwendung und reduziert die Abfallmengen. Sie fängt bei der Produktentwicklung an und berücksichtigt dabei schon die Möglichkeiten der Verlängerung der Nutzungsdauer sowie die Verwendung der Materialien nach dem Ende des Produktlebenszyklus. Interface Teppichfliesen beinhalten bereits durchschnittlich 88 % biobasierte und recycelte Materialien, einzelne Kollektion sind bei fast 94 %. Interface stellt modulare Bodenbeläge her, um u. a. die Nutzungsdauer des gesamten Bodenbelages zu verlängern. Eine Teppichfliese z. B. kann leicht ersetzt werden und bei der Verlegung fällt geringerer Verschnitt an. Die Produktionsstätten arbeiten zum größten Teil bereits mit erneuerbaren Energien, geschlossenen Wasserkreisläufen und Zero Waste-Strategien. Die Produkte sind für ReUse und ReCycling entwickelt. Und der Materialkreislauf schließt sich mit dem Rücknahmeprogramm ReEntry. Es wird zuerst geprüft, ob eine Wiederverwendung (Reuse) möglich ist. Ist das nicht der Fall, dann kann das komplette Produkt recycelt werden.

Ihr wollt jetzt wissen, wie nachhaltiges Office Design umgesetzt werden kann? Meldet euch gerne bei uns.